Jugendfeuerwehr Dänischenhagen im Portrait Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torsten Mrotz   
Freitag, den 08. Januar 2010 um 16:20 Uhr
DIE JUGENDFEUERWEHR: DÄNISCHENHAGEN
Neben Theorie (ErsteHilfe, Knoten, Löschangriff) steht für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an den Übungsabenden (alle zwei Wochen freitags von 17 bis 19 Uhr) auch Praxis auf dem Programm. Dabei gilt es für die Truppen von jeweils neun Leuten, unter verschiedenen Bedingung einen Löschangriff mit drei Strahlrohren aufzubauen. Das sei das Handwerkszeug für die spätere Arbeit in der aktiven Wehr, sagt Betreuer Hark Paulsen. Denn der Übertritt werde immer angestrebt – ein Drittel bleibe in einer Ortswehr aktiv.

Über den Zulauf kann sich die Jugendfeuerwehr Dänischenhagen nicht beklagen. Zurzeit zählt die Gruppe 21 Mädchen und Jungen zwischen elf und 17 Jahren, die aus dem gesamten Amtsbereich alle zwei Wochen freitags im Gerätehaus zusammenkommen, um sich für den Dienst bei der Feuerwehr ausbilden zu lassen.

 

So unterschiedlich ihre Motivationen für die Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr auch sind, eins ist ihnen allen einig: Sie sind zum frühst möglichen Zeitpunkt, mit zehn Jahren, in dieWehr eingetreten. „Ich bin über einen Freund mitgekommen und habe gleich beim ersten Mal einen Löschangriff mit Nebel am Klärwerk mitgemacht. Das hat Spaß gemacht, und ich bin eingetreten“, sagt der zwölfjährige Rasmus Offt aus Dänischenhagen.

Für Oke Reihe (15) ging mit dem Beitritt „ein Kindheitstraum“ in Erfüllung, verrät der Dänischenhagener, der sich noch gut daran rinnern kann,wie ihn die großen, roten Autos schon immer faszinierten. „Die Übungen hier sind aufregend und spannend. Man sammelt Erfahrungen, und lernt bei der körperlichen Belastung die eigenen Grenzen kennen“, meint Oke weiter.Der Jugendgruppenleiter Johannes Lübeck (16) aus Kaltenhof folgte einem Bruder zu den Nachwuchsbrandbekämpfern. Auch seinVater ist in der Feuerwehr, und jedes Mal, wenn er alarmiert wird, würde Johannes am lliebsten mit ausrücken.Doch die nächsten zwei Jahre, bis er in die aktive Wehr übertreten kann, muss er sich noch mit den Übungen begnügen.

 

Gemeinsame Fahrten in den Ferien gehören zum Programm der Jugendfeuerwehr

Auch Jugendwart Christian Basch aus Dänischenhagen kam mit zehn Jahren über die Familie zur Feuerwehr. „Als ich hier anfing, war mein Großvater noch Jugendwart“, erinnert sich der 25-Jährige. Er habe in der Gruppe viele neue Freunde kennengelernt und sei dabei geblieben. Vor vier Jahren ließ er sich zum Jugendwart wählen. Das erste Jahr in dem Amt sei anstrengend gewesen, doch inzwischen mache es Spaß, alles zu organisieren und die Jugendlichen zu betreuen.

Dem kann Hark Paulsen aus Surendorf nur zustimmen. In seiner Heimatwehr ist der 21-Jährige Atemschutzgeräteträger und Schriftführer, daneben ist er bei der Jugendfeuerwehr Dänischenhagen noch als Betreuer aktiv.
„Wir hatten die Feuerwache direkt vor der Tür, und ich habe die Jahre bis zum Beitritt heruntergezählt“, berichtet Paulsen aus seinen Kindheitstagen. „Ich war vom Feuerwehr-Virus infiziert, und der hat mich nicht mehr losgelassen.“ In der Jugendwehr habe er sich verwirklichen können und viel fürs Leben gelernt: Knoten und Erste Hilfe, technisches Verständnis und demokratische Grundprinzipien. Denn jedes Jahr wird der Jugendfeuerwehr-Ausschuss, deren Mitglieder Verantwortung für alle übernehmen, neu gewählt.

 

Angetreten zur Übung: In gestellten Einsätzen werden die Nachwuchsbrandkämpfer auf den Einsatz in der aktiven Wehr vorbereitetIm neuen Jahr steht neben dem Sommer-Zeltlager, das dieses Mal nach Norwegen führt, ein weiteres in Altenberge/Nordrhein-Westfalenan, wo Kontakte zur dortigen Jugendfeuerwehr gepflegt werden. Außerdem wird über die Teilnahme an einem Leistungswettbewerb für die Jugendwehren ähnlich dem Roten Hahn nachgedacht, bei dem nicht wie bei Leistungsspange und Jugendflamme der einzelne, sondern die Gruppe bewertet wird. Dass das Team dafür nicht nur technisch, sondern auch körperlich fit ist, ist für Basch und Paulsen keine Frage. „Wir haben beim Kreisvolleyballturnier in diesem Jahr den zweiten Platz gemacht, ohne groß zu trainieren“, berichten beide stolz.

 

Quelle: Eckernförder Zeitung, Susanne Meise

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Januar 2010 um 22:07 Uhr
 
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