Vorwort des Wehrführers Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torsten Mrotz   
Dienstag, 05. Januar 2010 um 00:00

Die Wehr in Kürze

  • 30 aktive Mitglieder
  • 11 Mitglieder in der Ehrenabt.
  • 20 Jugendliche
  • 3 Fahrzeuge
  • 250 fördernde Mitglieder
  • 25 Einsätze/Jahr im Schnitt

Begrüßung

GruppenbildSehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer der Feuerwehr Dänischenhagen,

ich freue mich sehr über Ihr Interesse an der Arbeit der Feuerwehr unserer schönen Gemeinde und will Ihren Besuch auf unserer Homepage nutzen, mich Ihnen als der neugewählte Ortswehrführer vorzustellen.

Zu meiner Person und Motivation

Mein Name ist Jörg Seiffert, ich bin schon ein paar Tage älter und wohne erst seit einigen wenigen Jahren mit meiner Familie im so genannten Steinviertel.

Obwohl ich mich bereits seit frühen Jugendjahren bei den Maltesern engagiert habe und in verschiedenen Funktionen innerhalb dieser Gemeinschaft in den Rettungsdienst und Katastrophenschutz hineinschnuppern konnte, war mir die Arbeit der Feuerwehr – ganz ehrlich – immer ein bisschen „suspekt“.

Wie sicher viele andere Menschen auch war ich von der Vorstellung getragen, man müsse als Angehöriger einer Wehr ein junger, sportlich durchtrainierter Handwerker mit einer Spur von Allwissenheit in allen technischen Belangen sein.

 

Trotz dieser Annahme habe ich mir allerdings damals selbst das Versprechen abgenommen, mir die Ortsfeuerwehr zumindest einmal anzusehen, sollte ich jemals „aufs Land“ ziehen.

Immerhin wusste ich, dass eine Freiwillige Feuerwehr aus Ehrenamtlichen besteht, die sich der Aufgabe verschrieben haben, selbst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ihrer Dorfgemeinschaft zu sorgen.

Und da man Versprechen bekanntermaßen halten soll, habe ich an einem Montag im Jahre 2004 einfach einmal einen Ausbildungsabend besucht.

Feuerwehr – ein Querschnitt durch die Gesellschaft

Und siehe da – von ganz jung bis schon etwas älter, von muskulös bis etwas weniger trainiert, vom Handwerker (es gibt sie hier wirklich) über den Arbeiter, Versicherungsangestellten, die Arzthelferin pp. war so ziemlich alles vertreten.

Ein bunter Strauß von Persönlichkeiten quer durch die Last eben. Aber auch alles nur ganz normale Menschen mit all der Vielfalt an Fähigkeiten, Fertigkeiten und sonstigen Eigenschaften, die eine solch bunte Mischung von Leuten so mit sich bringt.

(Den Feuerwehrmann/die Feuerwehrfrau aus meiner damaligen Vorstellung suche ich übrigens bis heute - zum Glück!! - vergeblich....)

 

Beeindruckt hat mich die Herzlichkeit, mit der man mich als „Neuling“ in die Reihen aufgenommen hat. Bar jeder Ahnung durfte ich vom ersten Tag an bei Einsätzen dabei sein – immer gut beschützt durch aufmerksame Kameradinnen und Kameraden natürlich und innerhalb der Grenzen, die mir durch meine noch fehlende Ausbildung gesetzt waren.

Aber ich gehörte dazu, war einer von ihnen, trotz meiner technischen Begriffsstutzigkeit und trotz meiner zwei linken Hände, die mir der liebe Gott nun mal leider mit in die Wiege gelegt hat.

 

Und so bin ich denn dabei geblieben, habe die Lehrgänge durchlaufen, die mich interessierten, habe mir durch „die Alten„ viele Kniffe, Knoten und Tricks beibringen lassen.

Sterben Klischees eigentlich nie?

Ja, und natürlich habe ich auch das erlebt, was leider in den Köpfen so vieler Unwissenden als schier unauslöschbares Klischee herumspukt: Kameradschaftlichkeit, die sich auch einmal in herrlich vergnüglichen Feiern äußert. Es stimmt – auch in der Feuerwehr trinkt man ein Bierchen oder süffelt am zimmerwarmen Rotwein (kennen Sie einen Verein, in dem das nicht so ist ???).

Aber wissen Sie was – das muss auch so sein. Klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas eigenartig. Aber das gelegentliche Feiern dient dem Zusammenhalt der Mannschaft, es fördert das Zustandekommen von Freundschaften und es schafft das nötige Vertrauen, ohne das eine Feuerwehr nicht funktionieren könnte.

Zeit versus Gemeinwohlschutz

Auch wenn wir uns längst nicht immer alle grün sind wissen wir doch sehr genau, dass unsere Arbeit vom Teamgeist geprägt sein muss, weil wir uns im Einsatz, wenn es um die Wurst geht, wenn es mal etwas gefährlicher wird auf einander verlassen können müssen. Feuerwehrleute müssen Teamplayer sein. Denn egal welcher Einsatz auch anliegt, wir gehen IMMER zu zweit (im Trupp) vor und brauchen einen vertrauten verlässlichen Mann/eine vertaute verlässliche Frau an unserer Seite, damit wir gegenseitig auf uns aufpassen und schützen können.


Ich ahne, was der/die eine oder andere von Ihnen denken mag: ICH HAB DOCH KEINE ZEIT.... !

Ach wissen Sie, da geht es Ihnen in aller Regel nicht schlechter als uns. Wir müssen zur Arbeit gehen, die Kinder wollen mit dem Papa/mit der Mama spielen, die Ehefrau erinnert an die längst überfälligen Gartenarbeiten und so weiter und so fort.

 

Ich lade Sie herzlich ein, uns trotz aller Bedenken einmal zu besuchen. Wir zeigen Ihnen alles und erklären Ihnen ohne Beschönigung alles, was Sie schon immer einmal wissen wollten.

Und wenn es dann wirklich nichts für Sie ist – ok, dann freuen wir uns, Sie einmal persönlich kennengelernt zu haben und werden es Ihnen ganz sicher nicht nachtragen.

Vielleicht gewinnen wir Sie zumindest als Fördermitglied? Wäre schön!

 

Aber vielleicht lassen Sie sich ja auch von dem Virus anstecken, das mich im Jahre 2004 erreichte und bislang nicht mehr losließ.

Es heißt Feuerwehr und nährt sich von dem Wissen, dass man mit relativ wenig zeitlichem Aufwand in der Lage ist, seinen Mitmenschen, seinen Freunden, Verwandten, Nachbarn in Momenten der Hilflosigkeit und höchster Not beistehen zu können.

Ihre Einkommensklasse- egal, Ihr Geschlecht- egal, Ihre Nationalität- egal, Ihr Alter- (fast) egal. Wir brauchen Sie !!

Versuchen Sie`s, es kostet nix – und wieder austreten geht immer...

 

Jörg SeiffertEs grüßt Sie herzlich

Ihr

 

Jörg „Joschi“ Seiffert

- Ortswehrführer -

Aktualisiert ( Dienstag, 11. Mai 2010 um 11:02 )
 
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